Tradition und Moderne: Wissenschaft am Georg-Speyer-Haus
 
Das Zusammenwirken von wissenschaftlicher Exzellenz und weitsichtigem bürgerlichen Engagement hat eine lange Tradition am Georg-Speyer-Haus:
 
Das Institut wurde 1906 von Franziska Speyer zu Ehren ihres verstorbenen Mannes, des Frankfurter Bankiers Georg Speyer, als Stiftung des privaten Rechts gegründet, um eine Forschungsstätte für Paul Ehrlich zu schaffen.
 
Paul Ehrlich (Nobelpreis für Physiologie und Medizin 1908) entwickelte hier das Salvarsan, eine außerordentlich erfolgreiche Substanz bei der Bekämpfung der Syphilis.
 
Paul Karrer (Nobelpreis für Chemie 1937) arbeitete von 1912 bis 1918 am Georg-Speyer-Haus. Er klärte die Struktur von Pflanzenpigmenten wie dem Beta-Karotin auf.
 
Niels Jerne (Nobelpreis für Medizin 1984) war von 1966 bis 1969 Direktor des Georg-Speyer-Hauses. Er entwickelte Theorien über die Funktionsweise des Immunsystems. Die Ausnutzung immunologischer Prinzipien ist heute eine wichtige Forschungsrichtung zur Bekämpfung von Krebs und Aids.